Kollisionskarten

Sollte der Verkehrslandeplatz Mönchengladbach (VLP MG) ausgebaut werden, würde er zusätzliche Lärm- und Abgasbelastungen für die Region mitbringen. Außerdem erhöht sich das Kollisionsrisiko über vielen Gebieten der Region. Damit ist gemeint, dass sich 2 Flugzeuge, die jeweils vom Mönchengladbacher und Düsseldorfer Flughafen starten bzw. landen, so nahe kommen, dass es zu einer gefährlichen Situation bis zum Crash kommen kann.

Im Folgenden sind die 4 Start-/Landeszenarien abgebildet, die zur Zeit geflogen werden können. Dabei sind in getrennten Grafiken nach Windrichtung die An- und Abflugverfahren dargestellt. Aufgrund der Nähe zum Düsseldorfer Flughafen ergeben sich an vielen Stellen sogenannte Luftkreuze, das heißt Punkte, an denen sich 2 oder auch mehrere Luftverkehrsstraßen kreuzen bzw. ineinander übergehen. Diese Punkte sind in den Grafiken mit einem gelben Punkt gekennzeichnet.

Bitte beachten Sie, dass diese Zeichnungen von Airpeace mit großer Sorgfalt nach Flugspurendiagrammen der Deutschen Flugsicherung erstellt wurden. Für die Richtigkeit der gezeichneten Verläufe können wir trotzdem keine Gewähr übernehmen.

Weiterhin ist zu beachten, dass die Flugzeuge die dargestellten Einzelflugrouten in Wirklichkeit z. T. breit gefächert benutzen, insbesondere was den weiträumigen Anflug auf den Düsseldorfer Flughafen angeht. Das heißt, dass viel mehr Flugkreuze in der Region existieren, als hier darstellbar sind.

Alle 4 Szenarien in einer Übersichtskarte zum Downloaden (PDF)
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Szenario 1: Startbetrieb Düsseldorf Richtung SW (70 % der Kalenderzeit) Startbetrieb Mönchengladbach Richtung NW.

Zur Zeit sind in dieser Konstellation keine nennenswerten gegenseitigen Beeinträchtigungen zu erwarten, dies ist noch der günstigste Fall.

Szenario 2: Startbetrieb Düsseldorf Richtung SW (70 % der Kalenderzeit)
Startbetrieb Mönchengladbach Richtung SO

Aus der Karte wird ersichtlich, dass über Grefrath (Neuss) und Rosellerheide 2 Flugkreuze mit Konflikten zwischen Düsseldorfer und Mönchengladbacher Flugverkehr ensteht. Man muss sich dazu vorstellen, dass über Grefrath eine stark frequentierte Abflugroute des Düsseldorfer Flughafens befindet.

Szenario 3: Landebetrieb Düsseldorf Richtung NO (30 % der Kalenderzeit) Lande- u. Startbetrieb MG Richtung NW

In dieser Konstellation (östliche und nördliche Winde) entstehen 2 Flugkreuze über Kleinenbroich und Viersen-Süchteln. In Viersen-Süchteln haben landende Düsseldorfer und startende Mönchengladbacher Maschinen gleiche Höhen und müssen deshalb aufeinander abgestimmt werden.

Szenario 4: Landebetrieb Düsseldorf Richtung NO (30 % der Kalenderzeit)
Lande- und Startbetrieb MG Richtung SO

Im 4. Szenario entsteht der von der DFS zugegebene höchste Abstimmbedarf:

Gleich 4 Hauptflugkreuze (Grefrath nicht eingezeichnet) entstehen bei dieser Betriebsart.

Ein geregelter Flugverkehr von Mönchengladbach ist hier ausgeschlossen.

Als Lösung zu diesem Problem wird von der DFS Szenario 3 angesehen, ohne dabei zu berücksichtigen, dass beim Start von MG-Maschinen nach NW wiederum Flugrouten gekreuzt werden.